HDR-Technik

Was dahinter steckt

Die Ausgangsbilder

Als Ausgangsmaterial dienten drei Fotos mit einem Belichtungs-Abstand von 2 EV als JPG.

Das Ergebnis

Das Bild wurde lediglich in der Standardeinstellung von Machinery 2 belassen, ohne irgend einen Regler zu betätigen!

Die Wallfahrstbasilika Frauenkirchen im Burgenland/Österreich. Foto © Gerhard Obermayr mit Machinery2
Die Wallfahrstbasilika Frauenkirchen im Burgenland/Österreich. Foto © Gerhard Obermayr, erzeugt mit Machinery 2

Zum Vergleich eine Bearbeitung mit Oloneo aus den gleichen Ursprungsbilden - ebenfalls ausschließlich mit den Grundeinstellungen:

Kontaktinformationen:

Gerhard Obermayr
3350 Haag, Holzleiten 35
Austria
E-Mail

Machinery in der Version 2

Um nicht unfair gegenüber anderen Programmen zu sein, habe ich mich entschlossen, eine Bilderserie aus 2008 für den Test zu verwenden. Die Bilder liegen außerdem nicht als RAW sondern nur als JPG vor. Die Software soll nun zeigen, ob sie ein Bild nicht nur hyperreal sondern auch naturalistisch erzeugen kann.

Auswahl der Bilder mittels Machinery Explorer

Sobald man im Machinery Explorer das Bilderverzeichnis ausgewählt hat, werden dei dort vorhandenen Dateien erfasst und recht übersichtlich dargestellt. Die für eine Bearbeitung in Frage kommenden Dateien werden nun markiert und mittels Rechtsklick auf "Bearbeiten" oder mittels Eingabetaste ausgewählt. Die Bilder werden nun sofort in die Bearbeitung übernommen.

Bereits nach wenigen Augenblicken ist das Bild gerendert und das Ergebnis im Bearbeitungsfenster sichtbar. Das Ergebnis verblüfft; das Bild ist bei weitem noch nicht perfekt, aber es ist um Längen besser als jedes der Einzelaufnahmen, die als Ausgangsmaterial herangezogen wurden. Der Dynamikumfang überzeugt und wer mit der gezeigten Helligkeit nicht zufrieden ist, kann noch mittels "Exposition", "Kontrast" und "Helligkeit" diverse Anpassungen vornehmen.

Zu diesem Zeitpunkt kann man nun en paar Änderungen durchführen, die eventuell für das Gesamtergebnis nützlich sein können.

Dazu gehört unter anderem eine eventuelle Korrektur des Weißabgleiches oder eine Anpassung des Histigrammes. Alles in allem ist das Ergebnis zufriedenstellen und man sollte es so belassen. Naütlich gibt es aber nun noch weitere Möglichkeiten der Veränderung, die man aber gekonnt und mit Feingefühl einsetzen sollte. Es gibt genügend negative Beispiele im Netz, wie man es nicht machen sollte. Schließlich heißt HDR einfach nur "erhöhter Dynamikumfang", was von vielen aber missverstanden wird und wodurch diverse abstrakte Auswüchse bei den Fotos entstehen!

Begibt man sich in den Bereich "Bearbeitung" hat man einige Einstellmöglichkeiten zur Verfügung, die im Modus"Bildeinlesen" gar nicht sichtbar sind. Es wären da die Möglichkeiten Lichter/Tiefen, Einzelheiten, Vignettierung, Glättung, Weichheit, Helligkeitsmixer, Kanäle RGB, Farbengradient, Farben und Schärfe.

Ein Einsatz dieser Regelbereiche bringt das zu bearbeitende Bild unweigerlich in Gefahr, man kann aber immer wieder zur Standardeinstellung zurückkehren!

Die erzeugten Bilder können als JPG oder als 8/16 Bit TIF gespeichert werden. Auch die Projekte können - falls gewünscht - für weitere Bearbeitung gespeichert werden!

Einsatz von "Presets"

Hier gibt es eine Reihe von fix vorgegebenen Einstellungsmodis, die man jedoch problemlos abschwächen oder sogar noch verstärken kann.

Wenn man Hyperrealismus mag, kann man sich hier austoben. 36 Voreinstellungen von "Detail" bis "Warehouse" bringen einen schier unerschöpflichen Reichtum an Möglichkeiten! Man sollte derartige Bilder jedoch nicht mehr HDR nennen, denn mit HDR hat das Ergebnis dann nichts mehr zu tun - auch wenn das erzeugte Bild mit einem HDR-Programm zustande kommt!